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	<title>FrankEwald, Autor bei Frank Ewald</title>
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	<title>FrankEwald, Autor bei Frank Ewald</title>
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		<title>„Das Rosalie“ – vom Untergang eines Edelbordells in Berlin Kreuzberg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[FrankEwald]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Feb 2023 10:49:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Thema um den käuflichen Sex wird gern der öffentlichen Aufmerksamkeit entzogen, gleich so, als würde sich die Gesellschaft ihrer Huren wegen schämen, weil sie eine Schande sind. Richtig, solange &#8230;</p>
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<h4 class="wp-block-heading"><em>Das Thema um den käuflichen Sex wird gern der öffentlichen Aufmerksamkeit entzogen, gleich so, als würde sich die Gesellschaft ihrer Huren wegen schämen, weil sie eine Schande sind.</em></h4>



<p>Richtig, solange wir in einer Gesellschaft leben, wo Prostitution entrechtet wird, ist es mehr Schande als Recht – eine Schande, die die Frauen zu tragen haben, und ein Recht, das eineinhalb Millionen Männer tagtäglich in Deutschland für sich in Anspruch nehmen. Am besten heimlich in der Mittagspause mit der Dusche danach und einer neutralisierenden Creme, damit die Ehefrau zu Hause nichts riecht. Dabei geht es nicht nur um die siebzig Prozent der Ehemänner, denen das peinlich ist, nein, es gibt Männer, die aus welchen Gründen auch immer alleine leben, Männer mit Behinderungen zum Beispiel. Und die ungestümen Junggesellen nicht zu vergessen. Da sollte die Gesellschaft doch dankbar sein, wie viel sexualisierte Gewalt die Prostituierten von unseren Straßen nehmen!</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong><em>Die sexualisierte Gewalt von unseren Straßen nehmen. Eine soziale Komponente, von der niemand spricht.</em></strong></h4>



<p>Denn die Kommentatoren sind sich einig über die schlimmen Dinge, die in einem Bordell passierten, mal ganz zu schweigen davon, dass die heutigen Männer so etwas gar nicht nötig hätten. Da würde einem der modrige Geruch des Untergrundes direkt in die Nase steigen. Es rieche förmlich nach Clankriminalität, nach Parallelgesellschaft und Mafia. Und dann erst die armen Mädchen, verschleppt, gezwungen und geschlagen. Alles voller Gewalt, soweit das Auge reiche. Die Politik wäre gefordert, ein Verbot die logische Konsequenz.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong><em>Doch Prostitution ist weit mehr als Zwang und Gewalt.</em></strong></h4>



<p>Schließlich gibt es auch andere Stimmen, auch wenn diese eher leise sind. Sie fordern zum genaueren Hinschauen auf, zum Nachdenken statt Draufhauen, meinen sogar, dass die Triebhaftigkeit des Mannes weder etwas mit dem Mittelalter noch der Moderne zu tun habe, mehr noch, dass die Frauen nur in einem ordentlich geführten Bordell vor dem Untergrund und der Mafia sicher wären.</p>



<p>Ja – es gibt Zwangsprostitution und es gibt auch Mädchenhandel! Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Der Teil, der im Licht der öffentlichen Wahrnehmung steht, der, den jeder sehen soll.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong><em>Der Staat muss sich endlich entscheiden, was er will!</em></strong></h4>



<p>Es wäre durchaus möglich, mit rechtlichen Vorgaben der Zwangsprostitution den Boden zu entziehen. Aber wo bleiben diese Vorgaben, ist in Deutschland doch jeder Pups geregelt? Oder ist das vielleicht gar nicht gewollt? Das könnte man schon meinen, wenn der Staat in Form des Finanzamtes den Prostituierten eine neue Steuer auferlegen wollte. Das hätte für sie das Aus bedeutet!</p>



<p>Zum Glück waren die Frauen des Rosalie so taff, haben sich 2019 einen Anwalt genommen und den Staat in Form des Finanzamtes verklagt. Das hat verloren und die Auflagen mussten bundesweit zurückgenommen werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong><em>Die juristischen Vorgaben sind eindeutig.</em></strong></h4>



<p>Die Richter waren von der Dreistigkeit des Finanzamtes entsetzt und urteilten: „Wenn der Staat es wünscht, dass es hierzulande keine Prostitution gibt, muss er das mit entsprechenden Gesetzen veranlassen. Aber die Prostitution zu erlauben, um im Gegenzug durch Ungleichbehandlungen die Arbeit der Frauen unmöglich zu machen, das geht nicht!“</p>



<p>Hier geht es zum Buch &#8222;<a href="https://frank-ewald-autor.de/rosalie/">Berlin Rosalie</a>&#8222;</p>
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		<title>&#8222;Spreu und Weizen&#8220; &#8211; Eine Jugend in der DDR</title>
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		<dc:creator><![CDATA[FrankEwald]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2023 12:23:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Zeit im real existierenden Sozialismus der DDR war eine harte. Denn da war nicht nur die Stasi, die einem das Leben schwer machte. Die allgemeine Kontrolle durch den Staat &#8230;</p>
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<h4 class="wp-block-heading"><em>Die Zeit im real existierenden Sozialismus der DDR war eine harte. Denn da war nicht nur die Stasi, die einem das Leben schwer machte. Die allgemeine Kontrolle durch den Staat war überall gegenwärtig. Das sollte nicht vergessen werden, auch wenn es verständlich ist, aus dem Vergangenen immer das Gute im Gedächtnis zu behalten. Und das Gute gab es. Es gab einen Zusammenhalt zwischen den Menschen, der sich unter westlichen Verhältnissen nicht vorstellen lässt.</em></h4>



<p>So erzählt das Buch &#8222;Spreu und Weizen&#8220; vom Aufwachsen eines jungen Mannes im letzten Jahrzehnt der DDR. Halb noch ein Kind greift bereits die lenkende Hand des Staates und der Stasi in sein Leben ein. Viel Spielraum wird ihm nicht gelassen. Entweder er ist mit dabei, oder er droht ins Abseits zu geraten. Eigene Bedenken zählen da keine. Nur der Einsatz für die Sache des Sozialismus verspricht sein Weiterkommen. Aber er eckt an, immer wieder, will sich nicht alles vorschreiben lassen. Das hat Folgen: Durch die schlechte Abiturnote schwer angeschlagen, tritt die Stasi nun aus ihrem Schatten heraus, bereit, alle Patzer zu verzeihen, wenn er seinen Militärdienst nicht bei der Armee, sondern beim Stasi-Wachregiment ableisten würde. Er tut es.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><em>In der DDR galt eine Militärpflicht von 18 Monaten. Wer jedoch studieren wollte, hatte es bedeutend leichter, wenn er sich freiwillig für drei Jahre verpflichtete.</em></h4>



<p>Allerdings kommt er nie in diesem Regiment an. In einer Wachkompanie landet er schon, jedoch direkt beim Ministerium für Staatssicherheit und nicht in deren Wachregiment. Und schlimmer noch: Sein Wachobjekt ist ein operatives, gehört zum Geheimdienst. Das alles muss ein Irrtum sein. Schließlich hat er Verwandtschaft im Westen, ist nicht in der Einheitspartei, trägt Westklamotten am Leibe und konsumiert die westlichen Medien ganz selbstverständlich. Dinge also, die für die Stasi ein Unding sind und doch scheint sich niemand daran zu stören.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><em>Die Stasi bestand nicht nur aus einer Abteilung</em>, <em>die für die Bespitzelung der DDR-Bürger verantwortlich war. Sie hatte auch einen Geheimdienst, der in den westlichen Ländern spionierte.</em></h4>



<p>Denn eigentlich ist der junge Mann nur ein kleiner Unteroffizier, der auf seinem Dienstobjekt „KK“ für die Sicherheit zuständig ist. Aber die Offiziere in der „Koordinierungsstelle Karlshorst“ (zwischen sowjetischem KGB und der Stasi) lassen sich gern in die Karten gucken und führen ihn Schritt für Schritt an die Arbeit des DDR-Geheimdienstes im Westen heran. Und erst jetzt begreift er, dass nix und gar nichts Zufall war. Schon damals in der Schule nicht. Denn er ist ein bisschen frech und doch nett und liebenswert, ja vertrauenswürdig. Bessere Voraussetzungen zur Informationsbeschaffung gibt es keine. Da ist es völlig egal, ob er Westfernsehen guckt oder nicht. Selbst das „zufällige“ Kennenlernen der KGB-Agentin Larissa erscheint ihm plötzlich wie ein Test, ob und wie er auf Frauen reagieren würde.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><em>Einer der Offiziere zu dieser Zeit auf sowjetischer Seite war Major Wladimir Putin. Er war einer der neuen Offiziere, die nach Gorbatschows Amtsantritt in die DDR geschickt wurden und verrichtete in Dresden seinen Dienst als Koordinierungsoffizier zwischen KGB und MfS.</em></h4>



<p>Letztlich kommt es so, wie es für ihn außer Frage steht. Seine Militärzeit ist zu Ende. Aber niemand im „KK“, der ihn gehen lassen will. Schließlich wäre die dreijährige Ausbildung kein Witz gewesen. Nur eben, dass es auch in der Stasi Gesetze gibt: Der Beitritt zur Berufs-Stasi muss unterschrieben werden.</p>



<p>Doch er unterschreibt nicht und wird entlassen …</p>



<p>Hier geht es zum Buch &#8222;<a href="https://frank-ewald-autor.de/spreu-und-weizen/">Spreu und Weizen</a>&#8222;</p>
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		<title>&#8222;Monopoly in Prenzlauer Berg&#8220; &#8211; Ein Häuserkampf der anderen Art</title>
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		<dc:creator><![CDATA[FrankEwald]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2023 12:22:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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<p class="read-more"> <a class="" href="https://frank-ewald-autor.de/gentrifizierung-in-berlin-prenzlauer-berg/"> <span class="screen-reader-text">&#8222;Monopoly in Prenzlauer Berg&#8220; &#8211; Ein Häuserkampf der anderen Art</span> Weiterlesen &#187;</a></p>
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<h4 class="wp-block-heading"><em>Die Gentrifizierung, also die Verdrängung der altansässigen Bevölkerung aus innerstädtischen Vierteln an den Rand einer Stadt, ist ein hochaktuelles Thema. In Berlin setzte dieser Prozess mit der Wiedervereinigung ein und hat insbesondere im Stadtteil Prenzlauer Berg ungeahnte Ausmaße erreicht.</em></h4>



<p>Der Prenzlauer Berg kurz nach der Wende. Die Straßenzüge bieten ein jämmerliches Bild des Zerfalls, weil sie über Jahrzehnte vernachlässigt wurden. Der gesamte Häuserbestand befindet sich in den Händen der städtischen Wohnungsverwaltung von Ost-Berlin. Die aber ist hoffnungslos verschuldet, hat keine Mittel, um die Häuser zu sanieren. Die Lösung sollen die privaten Investoren aus dem Westen sein. Sie können die Häuser verbilligt kaufen, wenn sie im Gegenzug bereit sind, zu investieren. Und die Investoren stehen Schlange. So ein Schnäppchen gibt es in den nächsten hundert Jahren Deutschlands nie wieder. Dass dieses Vorgehen zur Gentrifizierung der ursprünglichen Bewohner führen wird, haben die Entscheider jedoch nicht auf dem Plan.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><em>In der DDR waren alle grundlegenden Dinge des Lebens vom Staat subventioniert, das heißt, sie kosteten nicht so viel, wie sie eigentlich wert waren. Das galt auch für den Wohnraum. Meine Studentenwohnung in Berlin Prenzlauer Berg war 30 m² groß und kostete 45 Mark Miete, die Betriebskosten eingeschlossen. Die Kehrseite: Bei so geringen Einnahmen war es quasi unmöglich, den Wohnungsbestand zu erhalten, geschweige denn, ihn zu sanieren.</em></h4>



<p>Die Grundlage für den Verkauf der Häuser an private Käufer bietet das Altschuldenhilfegesetz der Bundesregierung, was vorsieht, dass die Ost-Berliner Wohnungsbaugesellschaften von ihren Altschulden befreit werden, wenn sie ihre Häuser per Kappungsgrenze veräußern, sprich, deutlich unter Wert verkaufen, damit Investoren angelockt werden. Dabei soll natürlich nicht der Eindruck entstehen, als dass der Westen den Osten aufkaufen würde und deshalb haben sich die Regierenden einfallen lassen, auch den Ostlern eine Chance zu geben. Wenn diese nämlich Mieter im Hause sind, haben sie die Möglichkeit, mittels Vorkaufsrechts das Haus selber zu kaufen. Wohl wissend, dass kurz nach der Wiedervereinigung kein Ost-Mieter das nötige Kleingeld haben wird, um so etwas in die Tat umzusetzen. Der Deal zwischen der Stadt Berlin und den Investoren scheint perfekt zu sein.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong><em>Die Verantwortlichen waren sich ihrer Sache so sicher, dass sie wie gelähmt erschienen, als sich doch Mieter meldeten, die sich in ihrem jeweiligen Haus zu einer GbR zusammengeschlossen hatten, um von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch zu machen.</em></strong></h4>



<p>Richtig, das nötige Kleingeld haben die Ostler nicht und sie brauchen es auch nicht. Dafür gibt es Banken. Der Gegenwert einer solchen Mietskaserne ist schließlich hoch genug. Gleich elf Häuser in Prenzlauer Berg bilden eine Mieter-GbR und wollen selber kaufen. Allerdings ist das nicht viel. Ganze sieben Prozent der verkauften Häuser Berlins bleiben in Ost-Hand. Der Rest geht an die Investoren aus dem Westen! Und von Gentrifizierung ist noch immer keine Rede.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><em>Was die Gier der<strong> I</strong></em><strong><em>nvestoren aber nicht stillte, denn sie empörten sich, dass Mieter außerstande wären, ihre Häuser selber zu sanieren. Doch das verhallte. Schließlich gab es Förderprogramme des Staates und die Mieten wurden auf Westniveau angeglichen. Das machte sicher keinen Luxus möglich, aber für ein vernünftiges Wohnen reichte es schon.</em></strong></h4>



<p>Die Investoren stehen unter Schock. Sie denken nicht im Traum daran, von ihrem Schnäppchen etwas an die GbRs abzugeben. Es entbrannt ein Kampf um die Häuser von unvorstellbarer Härte, der die höchsten Kreise von Wirtschaft und Politik erreicht und der medial ausgefochten wird. Letztlich muss die Justiz entscheiden und urteilt: Die Häuser müssen von den Investoren an die Mieter-GbRs zurückgegeben werden!</p>



<p>Hier geht es zum Buch &#8222;<a href="https://frank-ewald-autor.de/monopoly-in-prenzlauer-berg/">Monopoly in Prenzlauer Berg</a>&#8222;</p>
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